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Scheidungskosten nicht mehr abzugsfähig

Scheidungskosten

Der BFH hat endgültig entschieden, dass Scheidungskosten keine außergewöhnlichen Belastungen sind und daher nicht mehr in der Steuererklärung berücksichtigt werden (Urteil vom 18.05.2017, VI R 9/16).

Nach altem Recht konnten bis zum Jahr 2012 die Kosten für ein Scheidungsverfahren und für die Regelungen zum Versorgungsausgleich in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen angesetzt werden. Nicht jedoch Kosten für die Vermögensauseinandersetzung. 

Ab 2013 wurde der Abzug der Kosten für die Führung eines Rechtsstreites nur noch dahingehend zugelassen, wenn die Gefahr besteht, die Existenzgrundlage zu verlieren und das dadurch die notwendigen Bedürfnisse im üblichen Rahmen nicht mehr befriedigt werden können.

Dazu wurden mehrere Klageverfahren vor verschiedenen Finanzgerichten geführt und diese hatten unterschiedlich entschieden. Der BFH jedoch schloss sich der Meinung der Finanzverwaltung an. Somit mindern ab dem Jahr 2013 die Aufwendungen einer Scheidung nicht mehr die Steuerlast.