Spenden

Bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte können für Spenden und Mitgliedsbeiträgen steuermindernd als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Alternativ können auch 4 Promille des Gesamtumsatzes und der Löhne und Gehälter berücksichtigt werden. Dabei geht es um Spenden für mildtätige, gemeinnützige, kirchliche, religiöse und wissenschaftliche Zwecke. Ebenso kommen Mitgliedsbeiträge in Frage, wenn es sich nicht um Vereine für Sport- oder Freizeitbetätigung handelt. Begünstigt sind sowohl Geld- als auch Sachspenden begünstigt.

Ein Spendenabzug an Empfänger im EU-/EWR-Raum ist unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls möglich. Daneben können Spenden und Beiträge an politische Parteien und unabhängige Wählervereinigungen direkt von der Einkommensteuer abgezogen werden. Die Hälfte der Ausgaben bis höchstens 825 Euro pro Person bzw. 1.650 Euro sind hier möglich. Für Spenden und Beiträge an politische Parteien kommt nochmals ein Sonderausgabenabzug für übersteigende Beträge bis 1.650 Euro/3.300 Euro in Betracht.

Als Nachweis gelten Zuwendungsbestätigungen, die dem Finanzamt auf Verlangen bis zum Ablauf eines Jahres nach Bekanntgabe des Bescheides vorgelegt werden müssen. Spenden über dem Höchstbetrag oder dem Gesamtbetrag der Einkünfte werden durch gesonderte Feststellung in Folgejahre vorgetragen und können sich so auch später noch steuermindernd auswirken.

Für Spenden-Zahlungen auf ein Katastrophen-Sonderkonto bis zu 300 Euro ist als Spendennachweis die Buchungsbestätigung der Bank oder ein Bareinzahlungsbeleg auf das Sonderkonto ausreichend, wenn aus dem Nachweis der steuerbegünstigte Zweck, die Angaben zur Freistellung und der Vermerk Spende bzw. Mitgliedsbeitrag hervorgeht. Barzahlungen fallen nicht unter die Vereinfachungsregelung.